Fördermittel für die energetische Sanierung - Mit Zuschüssen die Heizung modernisieren



Wer seine Heizung modernisiert, spart nicht nur langfristig Energie, sondern mit den richtigen Förderprogrammen auch an der Investitionssumme.

Immer mehr deutsche Hausbesitzer spielen mit dem Gedanken, ihr trautes Heim energetisch zu sanieren. Zu Recht, denn je nach Zustand und Alter des Hauses können die Energiekosten zum Teil deutlich gesenkt werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Heizungstechnik. Wer zum Beispiel auf ein modernes Öl-Brennwertgerät setzt und zusätzlich Solarthermie einbindet, kann bis zu 40 Prozent Energie sparen.

Um den Anreiz für solche Modernisierungen zu erhöhen, hat die Bundesregierung die KfW-Zuschüsse rückwirkend zum 20. Dezember 2012 erhöht. Einzelne Sanierungsmaßnahmen wie die Heizungserneuerung werden im KfW-Programm 430 nun mit 10 Prozent (vorher 7,5 Prozent) der Investitionskosten bezuschusst. Die Obergrenze der Förderung liegt bei 5.000 Euro. Ein Beispiel: Ein neues Öl-Brennwertgerät kostet einschließlich Installation im Schnitt etwa 9.000 Euro. Modernisierer können nun 900 Euro Fördermittel von der KfW einplanen statt wie bisher 675 Euro.

Dennoch lohnt sich auch ein Blick auf andere staatliche Förderungen wie das Marktanreizprogramm (MAP) des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Davon profitieren vor allem Eigentümer, die bei der Heizungsmodernisierung Solarthermie einbinden wollen. Hier beteiligt sich der Staat mit 90 Euro pro angefangenem Quadratmeter Kollektorfläche, mindestens jedoch mit 1.500 Euro. Wird gleichzeitig der alte Ölkessel durch ein Öl-Brennwertgerät ersetzt, winkt zusätzlich ein „Kesseltauschbonus“ von 500 Euro.

Diese Zuschussprogramme von KfW und MAP sind nicht kombinierbar. Eine Ausnahme ist das neue KfW-Programm 167 „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“, das seit dem 1. März 2013 angeboten wird. Damit können bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten abzüglich des MAP-Zuschusses finanziert werden.

Welches Programm die beste Unterstützung bietet, hängt vom konkreten Sanierungsvorhaben ab. Deshalb sollten vor Beginn der Modernisierung die Förderrichtlinien genau geprüft werden.

Die bundesweite Aktion „Deutschland macht Plus“ des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) ist mit allen staatlichen Förderprogrammen kombinierbar. Bei der Aktion gibt es für die Installation einer neuen Öl-Brennwertheizung mit Solaranlage eine Heizölprämie von 500 Litern. Legt man einen Heizölpreis von 90 Cent pro Liter zugrunde, entspricht das einem Gegenwert von 450 Euro.

IWO-Service für optimale Förderung
Bei IWO können Modernisierer außerdem den Fördermittel-Service auf www.oelheizung.info nutzen. Er ermittelt aus rund 4.000 Programmen die optimale Förderung und liefert für die reibungslose Beantragung der Gelder unterschriftsfertige Anträge. Weitere Infos gibt es unter www.oelheizung.info/foerdermittel.

IWO, 2013

Heizöltank: Energiespeicher mit Zukunft - Wirtschaftlich und sicher



Heizöl ist nach wie vor ein beliebter Brennstoff in deutschen Haushalten. Denn es ermöglicht eine größere Unabhängigkeit im Gegensatz zu leitungsgebundenen Energien und lässt sich sicher lagern.

Bei Temperaturen jenseits des Gefrierpunkts laufen die Heizungen in deutschen Haushalten auf Hochtouren. Rund 5,8 Millionen davon werden mit Heizöl betrieben, was für deren Besitzer einige Vorteile mit sich bringt. Im Gegensatz zu leitungsgebundenen Energien fallen bei einer Ölheizung keine Grundgebühren an, weil der Brennstoff im eigenen Tank lagert. Das macht unabhängig und erhöht die Flexibilität beim Einkauf: Ist die Marktlage gerade günstig, lohnt sich eine große Bestellmenge, während Preisspitzen mit kleinen Käufen überbrückt werden können.

Dieser Vorteil wird künftig sogar an Bedeutung gewinnen. Wird effiziente Öl-Brennwerttechnik mit erneuerbaren Energien wie Solarthermie kombiniert, sinkt der Verbrauch. Außerdem verlängert sich der Zeitraum, bis eine Tankfüllung aufgebraucht ist. Wem ein großer Energievorrat nicht so wichtig ist, der kann im Zuge einer Heizungsmodernisierung auch einen kleineren Tank einbauen lassen, um Platz zu sparen.

Doppelte Sicherheit bei der Heizöllagerung Ein fachgerecht installierter Heizöltank gewährleistet eine sichere Heizöllagerung. Dafür sorgen auch die in Deutschland geltenden Bestimmungen für den Gewässerschutz. Unterirdische Öltanks müssen beispielsweise immer doppelwandig und mit einer Lecküberwachung ausgestattet sein. Doppelwandige Lösungen gibt es auch für oberirdische Tanks. Dann entfällt die Notwendigkeit eines öldichten Auffangraums, der bei einwandigen Modellen vorgeschrieben ist. Bei Tanks mit mehr als 1.000 Litern Volumen ist außerdem ein sogenannter Grenzwertgeber Pflicht, der in Verbindung mit der Abfüllsicherung am Tankwagen vor einer Überfüllung des Tanks schützt. Dank dieser Sicherheitsvorkehrungen treten private Heizöltanks in der offiziellen Statistik zu Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen des Statistischen Bundesamtes so gut wie nicht in Erscheinung.

Regelmäßig durch einen Sachverständigen zu prüfen sind derzeit nur unterirdisch installierte Systeme, Tanks mit mehr als 10.000 Litern Volumen sowie oberirdische Tanks, die mindestens 1.000 Liter fassen und sich in Wasserschutzgebieten befinden. Ob es zu einer Ausweitung der wiederkehrenden Prüfpflicht auf alle Öltanks kommt, ist offen. Zwar gibt es seitens der Bundesregierung entsprechende Pläne. Bislang besteht zwischen den federführenden Ministerien allerdings noch kein Konsens über den tatsächlichen Bedarf zusätzlicher Prüfungen, etwa bei oberirdischen Tanks mit über 1.000 Litern Fassungsvermögen.

Für das Gros der Hausbesitzer, die einen Kellertank betreiben, besteht aktuell keinerlei Handlungsbedarf. Weder müssen Vorbereitungen getroffen, noch Sachverständige zur Prüfung beauftragt werden. Unabhängig davon, ob es zu neuen Anforderungen kommt, sind Ölheizungsbesitzer auch heute schon für den sicheren Betrieb ihrer Tankanlage verantwortlich. Deshalb sollten Hauseigentümer ihren Heizöltank regelmäßig von einem Experten warten lassen.

IWO, 2013

Erst die Heizung, dann die Dämmung - Energetische Sanierung eines Einfamilienhauses in Husum



Mit einer Modernisierung konnte ein Architekt aus Husum den Heizölbedarf seines Hauses deutlich senken. Bei der Modernisierung ist er schrittweise vorgegangen.

Architekten gehören von Berufs wegen zu den anspruchsvollsten Bauherren. Nicht nur optisch muss alles stimmen, sondern auch in Sachen Energieeffizienz. Doch während das äußere Erscheinungsbild eines guten Hauses über Jahrzehnte hinweg kaum an Attraktivität verliert, können in die Jahre gekommene Bauelemente und Gebäudetechnik nicht mehr mit Neuentwicklungen mithalten. Deshalb entschied sich Architekt Uwe Siemens für eine energetische Sanierung seines Wohnhauses, das inmitten einer von ihm entworfenen Flachdachsiedlung im schleswig-holsteinischen Husum steht.

Im ersten Schritt ließ er 2007 das Heizsystem auf den neuesten Stand bringen. Die alte Ölheizung wurde durch ein Öl-Brennwertgerät ersetzt, was den Heizölverbrauch von rund 3.300 Litern jährlich auf nur noch 1.900 Liter reduzierte. Eine Solaranlage sorgte schon vorher für die Warmwasserbereitung.

Dank dieser Maßnahme lag der Heizölbedarf des 240 Quadratmeter großen Bungalows bereits in einem akzeptablen Bereich. Bei der Gebäudehülle sah Siemens aber weiteres Potenzial für Energieeinsparungen und beschloss, sein Haus in einem zweiten Sanierungsschritt auf das Niveau eines KfW-Effizienzhauses 100 zu bringen. Da die Außenwände so konstruiert waren, dass sich zwischen Innenmauerwerk und Klinkerfassade eine Luftschicht befand, bot sich eine Einblasdämmung an. Über kleine Bohrlöcher wurde granulierte Steinwolle systematisch in die Zwischenräume gefüllt. Diese Schicht sorgt dafür, dass die Wärme im Haus bleibt. Auch beim Flachdach kam diese Form der Dämmung zum Einsatz.

Obwohl der Bau des Hauses 40 Jahre zurückliegt, hatte Uwe Siemens schon damals Wert auf die heute zeitgemäße Architektur mit hohem Glasanteil gelegt. Die großen, nach Süden ausgerichteten Fenster lassen nicht nur viel Licht ins Gebäude, sondern schaffen auch einen fließenden Übergang in den Garten. Allerdings verursachen alte Fenster bei einer solchen Bauweise hohe Wärmeverluste. Um diese zu minimieren, wurden die alten Fenster im Zuge der zweiten Sanierungsphase durch neue Elemente mit Dreifach-Wärmeschutzverglasungen ersetzt.

Neue Heizung vergleichsweise günstig
Der Nutzen dieser beiden Sanierungsschritte spiegelt sich in den Zahlen wieder. Die Erneuerung der Heizung schlug mit rund 7.200 Euro zu Buche und sorgte für eine Einsparung von rund 1.400 Litern Heizöl pro Jahr. Für die Kerndämmung und den Fenstertausch mussten rund 37.000 Euro investiert werden, wodurch der Heizölbedarf um weitere 800 Liter sank. Die Heizungserneuerung wies also ein deutlich günstigeres Kosten-Nutzen-Verhältnis auf als die Verbesserung der Gebäudehülle und wurde daher folgerichtig zuerst umgesetzt.

Einen Teil der Sanierungskosten übernahm das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) im Rahmen seiner Aktion „Energie-Gewinner“, an welcher der Architekt teilnahm. Bei diesem Wettbewerb werden ausgewählte Sanierungsprojekte je nach Höhe der erzielten Energieeinsparung bezuschusst. Weitere Infos gibt es im Internet auf www.oelheizung.info/energiegewinner.

IWO, 2013

Freie Auswahl und mehr Verantwortung



Der 1. Januar markiert nicht nur den Start ins neue Jahr, sondern in steter Regelmäßigkeit auch das Inkrafttreten neuer Gesetze. Oft sind es so viele, dass ein Teil von ihnen nicht bis zu den Verbrauchern vordringt. Ein Kandidat dafür ist das geänderte Schornsteinfeger-Handwerksgesetz. Es betrifft nicht nur den Berufsstand, sondern unter anderem auch Ölheizungsbesitzer. Letztere können dank der neuen Regelung unter Umständen bares Geld sparen. Denn das Kehrmonopol wird teilweise aufgehoben - das ermöglicht Wettbewerb und günstigere Konditionen. Bislang besuchte nur der Bezirksschornsteinfegermeister die Haushalte, da keine Konkurrenz erlaubt war.

Unterschieden wird künftig zwischen hoheitlichen und nicht hoheitlichen Arbeiten. Zu letzteren zählen die Schornsteinkehrung, die Abgaswegeüberprüfung und die Immissionsschutzmessung. Mit diesen Tätigkeiten dürfen Eigentümer künftig jeden qualifizierten Handwerker beauftragen, der über eine entsprechende Berechtigung verfügt. Da es keine einheitlichen Tarife mehr gibt, sondern jeder Betrieb selbst die Preise festlegt, lohnt sich das Einholen mehrerer Angebote. Eine vollständige Liste zugelassener Handwerker liefert das Schornsteinfegerregister des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Bei den hoheitlichen Tätigkeiten bleibt alles beim Alten - diese dürfen weiterhin nur vom bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger durchgeführt werden. Darunter fallen etwa die Abnahme neuer Feuerstätten und Schornsteine, die Feuerstättenschau sowie die Führung und Kontrolle des Kehrbuchs. Die Gebühren für diese Arbeiten sind in der bundesweit gültigen Kehr- und Überprüfungsordnung festgelegt.

Die neue Regelung lässt Hausbesitzern allerdings nicht nur mehr Auswahlmöglichkeiten, sondern nimmt sie auch stärker in die Verantwortung. Künftig müssen sich Eigentümer selbst darum kümmern, dass ihre Heizungsanlage regelmäßig kontrolliert wird. Dafür benötigen sie zunächst einen Feuerstättenbescheid, den der zuständige Bezirksschornsteinfeger ihnen bis Ende 2012 ausstellen muss. Darin ist aufgelistet, welche Feuerungsanlagen vorhanden sind und welche Aufgaben in welchem Zeitraum zu erledigen sind. Dieser Bescheid stellt die Arbeitsgrundlage für den gewünschten Handwerker dar. Handelt es sich nicht um den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger, dokumentiert er die fachgerechte Durchführung der erforderlichen Tätigkeiten. Die Unterlagen muss der Hausbesitzer dann dem Bezirksschornsteinfeger als Nachweis schicken.

IWO, 2012

Erdölreserven größer als je zuvor



Geht uns bald das Erdöl aus? Die "Peak Oil"-These bejaht diese Frage. Aktuelle Daten der Internationalen Energieagentur sowie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sprechen jedoch gegen eine solche Entwicklung.

Natürliche Rohstoffe wie Metalle und Erdöl sind im Laufe der Jahrhunderte zu einem unverzichtbaren Bestandteil unseres Lebens geworden. Umso größer ist deshalb die Sorge, dass ihr Vorrat irgendwann erschöpft ist. Vor allem im Falle des Erdöls hält sich hartnäckig die sogenannte "Peak Oil"-These, nach welcher die weltweit förderbare Menge an Öl bald ihren Höhepunkt erreicht hat und anschließend stetig abnimmt.

Die Auswertungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) belegen, dass der Welt das Öl noch lange nicht ausgeht. Obwohl der weltweite Verbrauch kontinuierlich steigt, haben sich die gesicherten Vorkommen seit 1940 regelmäßig erhöht und liegen derzeit bei rund 217 Milliarden Tonnen - das sind 77 Milliarden Tonnen mehr als noch zur Jahrtausendwende. Hinzu kommen weitere geschätzte 410 Milliarden Tonnen in geologisch noch nicht erfassten oder technisch schwer zugänglichen Gebieten. Diese Mengen reichen selbst bei einem weiterhin steigenden Bedarf für mehr als 100 Jahre.

Dennoch warnen Verfechter von "Peak Oil"" seit Jahrzehnten vor dem Versiegen der Ölquellen. "Peak Oil" bezeichnet den Punkt, an dem das Fördermaximum eines einzelnen Ölfeldes erreicht ist. Der Geophysiker Marion King Hubbert übertrug dieses ursprünglich nur für typische konventionelle US-Öllagerstätten konzipierte Rechenmodell auf die globale Erdölproduktion - und prophezeite 1974 das Erreichen des weltweiten Fördermaximums zur Jahrtausendwende. Diese und weitere Vorhersagen haben sich als falsch erwiesen.

Mit dem neuesten Energiebericht der Internationalen Energieagentur (IEA) hat sich die Hypothese um ein Fördermaximum einmal mehr ad absurdum geführt. So hatte Hubbard das Fördermaximum der USA für 1970 berechnet. Die IEA sieht das Land in zehn bis 15 Jahren jedoch als weltgrößten Ölproduzenten vor Russland und den Ländern im Nahen Osten. Verantwortlich dafür sind technologische Fortschritte. So ermöglicht beispielsweise das sogenannte "Fracking"" die Erschließung großer Schieferölvorkommen. Dabei wird der Rohstoff aus dichtem Schiefergestein gewonnen.

An diesem Beispiel zeigen sich die Schwächen der "Peak Oil"-Theorie: sie lässt die Entdeckung weiterer Vorkommen sowie neue Möglichkeiten der Förderung außer Acht und bezieht sich nur auf die Summe aller bekannten Ölfelder.

Das Zeitalter des Erdöls neigt sich angesichts der großen Vorräte also keineswegs dem Ende entgegen. "Öl wird auch in 50 Jahren noch einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung leisten müssen. Es bleibt damit fester Bestandteil unseres Energiemixes", erklärt Professor Christian Küchen, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO). Realistisch betrachtet werde die Energiewende nur mit Öl gelingen.

IWO, 2012

Energiebedarf sinkt fast um die Hälfte



Der Energiebedarf eines Zweifamilienhauses im baden-württembergischen Kuppenheim sank nach einer Modernisierung um fast die Hälfte. Ein Teil der Kosten wurde durch einen Zuschuss aus der "Aktion Energie-Gewinner" gedeckt.

In deutschen Eigenheimen kommt es immer mehr auf die inneren Werte an, sprich Heizung und Dämmung. Wird hier modernisiert, lässt sich der Energieverbrauch erheblich senken. Selbst bei Häusern, die nach dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung nach 1977 errichtet wurden, können mit wenig Geld hohe Einsparungen erreicht werden.

Das zeigt das Beispiel des 31 Jahre alten Zweifamilienhauses der Familie Harm im baden-württembergischen Kuppenheim. In die energetische Sanierung ihres 220 Quadratmeter großen Zweifamilienhauses investierte das Ehepaar rund 30.000 Euro, von denen ein Teil aus der Aktion "Energie-Gewinner" des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) stammte. Bei diesem Wettbewerb können sich Hauseigentümer mit ihrem Modernisierungsvorhaben bewerben und werden mit etwas Glück von der Fachjury ausgewählt. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der erzielten Primärenergieeinsparung.

Die Harms brachten es in ihrem Haus auf ganze 49 Prozent Einsparung. Daraus ergab sich ein IWO-Zuschuss von 7.500 Euro. Das beachtliche Ergebnis ist in erster Linie der Erneuerung der Heizungsanlage zu verdanken. Ein effizientes Öl-Brennwertgerät ersetzt den technisch überholten Niedertemperaturkessel und die elektrische Warmwasserbereitung. Um auch die kostenlose Sonnenwärme für die Wärmeversorgung nutzen zu können, wurde auf dem Dach eine Fläche von fast neun Quadratmetern mit Solarkollektoren ausgerüstet. Damit erfüllt die Familie auch das Baden-Württemberg-spezifische Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG), das die Einbindung erneuerbarer Energien im Gebäudebestand vorschreibt, sobald die zentrale Heizungsanlage ausgetauscht wird.

Brennwertkessel und Solaranlage speisen ihre Wärme in den neuen Kombispeicher ein. Dort kann die Sonnenenergie über einen gewissen Zeitraum bevorratet werden, so dass vor allem im Sommer die Ölheizung nur selten einspringen muss. Darüber hinaus ist es mit dem Speicher problemlos möglich, weitere erneuerbare Energien wie etwa einen Holzkaminofen einzubinden.

Die drei bereits vorhandenen Kunststoff-Batterietanks mit einem Fassungsvermögen von zusammen 4.500 Litern entsprechen nach wie vor den aktuellen Sicherheitsstandards und mussten nicht ersetzt werden. Durch den gesunkenen Heizölbedarf von fast 3.800 Litern auf nur noch rund 2.600 Liter pro Jahr müssen die Harms aber nur noch alle 20 Monate neues Heizöl bestellen. Zum gesunkenen Energiebedarf hat auch die Dämmung der obersten Geschossdecke mit zehn Zentimeter dicken Hartschaumplatten beigetragen.

Eine weitere energetische Schwachstelle bildeten in der Vergangenheit die Heizungs- und Wasserleitungen. Ohne jegliche Isolation gaben sie viel Wärme an die unbeheizten Kellerräume ab, was den Verbrauch unnötig erhöhte. Eine Dämmung der Leitungen, wie sie in der Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgeschrieben ist, hat dieses Problem gelöst.

"Trotz der überschaubaren Investitionssumme fällt die Energieeinsparung beachtlich aus", berichtet das Ehepaar Harms. Besonders freue sie der Förderzuschuss aus der Aktion "Energie-Gewinner", wodurch die finanzielle Belastung geringer ausfiel. Der Modernisierungswettbewerb läuft noch bis Ende 2014. Details gibt es im Internet auf www.oelheizung.info/energiegewinner.

IWO, 2012

Versorgung auf Jahrzehnte hinaus gesichert



Erdöl ist der Motor unserer Zeit. Kraftstoffe, Kunststoffe, Chemieprodukte und nicht zuletzt Heizöl werden aus ihm gewonnen. Umso größer ist die Sorge, dass der wichtige Rohstoff in absehbarer Zeit knapp wird. Die beruhigende Nachricht: Die Erdölversorgung ist auf Jahrzehnte hinaus gesichert. Das belegen aktuelle Daten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Deren Auskünften zufolge liegen die sicheren Erdölreserven weltweit bei gut 217 Milliarden Tonnen und damit so hoch wie noch nie zuvor. Zur Jahrtausendwende waren es noch 140 Milliarden Tonnen. Die Ölreserven haben sich damit innerhalb einer Dekade deutlich erhöht – obwohl auch der Verbrauch gestiegen ist. Das liegt zum einen an der Entdeckung und Erschließung neuer Lagerstätten, zum anderen aber auch an technischen und wissenschaftlichen Fortschritten. Letztere ermöglichen die Erdölförderung beispielsweise auch in schwerer zugänglichen Gebieten.

Legt man den globalen Ölverbrauch von aktuell knapp vier Milliarden Tonnen jährlich zugrunde, würden die heute bekannten Erdölreserven noch über 50 Jahre reichen. Diese einfache Rechnung stellt aber nur eine Momentaufnahme dar und ist daher wenig aussagekräftig. Tatsächlich dürfte der Zeitraum deutlich größer sein. Denn bei der Angabe der Ölreserven werden lediglich die Vorkommen berücksichtigt, die zurzeit durch Bohrungen bestätigt und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln wirtschaftlich förderbar sind.

Doch es existieren auch Gebiete, in denen Erdöl zwar nachgewiesen ist, sich aber eine Förderung mit derzeitiger Technik noch nicht rentiert. Diese fallen unter die so genannten Ölressourcen. Dazu zählen auch Gebiete, die geologisch noch nicht exakt erfasst sind, in denen man aber Vorkommen vermutet. Diese Ressourcen bringen es auf weitere 410 Milliarden Tonnen. Neue Technologien oder Bohrungen können dann dafür sorgen, dass solche Ressourcen zur Reserve hochgestuft werden.

Aus heutiger Sicht reichen deshalb die Ölvorräte auf der Welt aus, um auch einen steigenden Bedarf für weit mehr als 100 Jahre zu decken. Zu diesem Schluss kamen die rund 5.000 Experten beim World-Petroleum-Congress im arabischen Doha. Ihrer Auffassung nach wird das Zeitalter des Erdöls irgendwann zu Ende gehen, weil der Rohstoff aufgrund neu entwickelter Alternativen nicht mehr gebraucht wird – und nicht, weil die Reserven zur Neige gehen.

IWO, 2012

Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage



Im Fußball gilt: Elf gute Einzelspieler sind noch lange keine Mannschaft. Denn erst, wenn sie im Zusammenspiel miteinander harmonieren, kommen gute Ergebnisse zustande. Nach dem gleichen Prinzip arbeiten Heizungsanlagen. Die beste Pumpe und die effizientesten Thermostate nützen nichts, wenn nicht sämtliche Einzelkomponenten des Systems aufeinander abgestimmt sind.

Dann kann es passieren, dass sich die Wärme ungleichmäßig im Haus verteilt. Näher am Heizkessel gelegene Heizkörper werden besser durchströmt und geben häufig unbemerkt mehr Wärme ab als eigentlich erforderlich. In weiter entfernten Räumen hingegen kommt gegebenenfalls zu wenig Wärme an.

Daraufhin sollte die Heizungsanlage vor allem dann überprüft werden, wenn sich durch Sanierungsmaßnahmen wie Wärmedämmung oder neue Fenster der Wärmebedarf eines Hauses verändert. Die geeignete Maßnahme ist der hydraulische Abgleich. Dabei berechnet der Fachhandwerker mithilfe eines speziellen Computerprogramms an welchen Komponenten er bestimmte Einstellungen verändern muss, um eine optimale Wärmeverteilung zu erzielen. Unnötige Wärmeverluste gehören damit der Vergangenheit an. Darüber hinaus sinkt der Stromverbrauch der Umwälzpumpe und es gibt keine störenden Fließgeräusche mehr in den Heizkörpern.

Bauherren, die ihre Heizung modernisieren und dafür staatliche Fördermittel beantragen wollen, kommen um den hydraulischen Abgleich nicht herum. Denn er ist im Zuge der Neuinstallation nicht nur technisch geboten, sondern oft die Grundvoraussetzung, für entsprechende Zuschüsse. Die Kosten dafür belaufen sich bei einem Einfamilienhaus je nach Gegebenheiten und erforderlichen Maßnahmen auf rund 400 bis 1.000 Euro. Wie ein hydraulischer Abgleich funktioniert, was er bringt und welche Arbeitsschritte der Fachhandwerker vornimmt, erklärt ein anschauliches Video des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) unter www.oelheizung.info/hydraulischer-abgleich.

IWO, 2012

Heizung mit Solar: Fördermittel richtig nutzen und kombinieren



Wie lassen sich die Heizkosten effektiv senken? Diese Frage brennt Tausenden von Eigenheimbesitzern unter den Nägeln. Die Erneuerung der Heizung und die Einbindung von erneuerbaren Energien ist in vielen Fällen eine gute Option. Wer die richtigen Förderprogramme in Anspruch nimmt, kann die Investitionskosten deutlich reduzieren.

Für die verschiedenen Modernisierungsmaßnahmen existieren unterschiedliche Fördermöglichkeiten. Gute Zuschüsse gibt es zum Beispiel für die Einbindung von Solarenergie. Im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) beteiligt sich der Staat an der Neuinstallation von Solarthermieanlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung mit 90 Euro pro angefangenem Quadratmeter Kollektorfläche. Seit dem 15. August diesen Jahres beträgt der Zuschuss jedoch mindestens 1.500 Euro. Wird also beispielsweise eine zwölf Quadratmeter große Solaranlage installiert, fällt der Zuschuss nun 420 Euro höher aus. Weitere 50 Euro gibt es für den Einbau von effizienten Solarkollektorpumpen. Wer gleichzeitig seinen alten Heizkessel durch ein Brennwertgerät ersetzt, bekommt dafür zusätzlich einen „Kesseltauschbonus“ von 500 Euro. Der Antrag für die MAP-Fördermittel wird beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt.

Für eine solche Modernisierung können weitere Zuschüsse in Anspruch genommen werden, etwa über die Aktion „Deutschland macht Plus“ des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO). Hier erhalten Bauherren für die Installation eines neuen Öl-Brennwertgerätes eine Heizöl-Prämie von 350 Litern. Wird zusätzlich eine Solaranlage eingebaut, gibt es 500 Liter. Bei einem Heizölpreis von 80 Cent pro Liter hat die Prämie damit einen Gegenwert von 400 Euro.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht, wie hoch der Zuschuss aus beiden Fördertöpfen ausfällt: Wer auf seinem Dach zwölf Quadratmeter Kollektorfläche zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung anbringen lässt, eine effiziente Solarkollektorpumpe installiert und seine alte Ölheizung durch ein neues Brennwertgerät ersetzt, kommt auf eine Gesamtfördersumme von 2.450 Euro – 2.050 Euro vom Staat und 400 Euro von IWO. Bei geschätzten Investitionskosten von etwa 19.000 Euro verringert sich somit der Betrag, den Eigenheimbesitzer aus eigener Tasche zahlen müssen, um rund 13 Prozent.

Eine gute Recherchemöglichkeit rund um das Thema Zuschüsse bietet der Fördermittel-Check auf www.oelheizung.info. Hier müssen lediglich einige Gebäudedaten, die ins Auge gefassten Modernisierungsmaßnahmen und der Planungsstand eingetragen werden. Daraufhin ermittelt das Programm die in Frage kommenden Förderungen aus rund 4.000 aktuellen Programmen von Bund, Ländern, Landkreisen, Kommunen und Energieversorgern. Im nächsten Schritt können Hausbesitzer im Rahmen der „BestFörderung“ einen Experten zurate ziehen oder sich mit dem „AntragService“ durch den Formulardschungel helfen lassen.

IWO, 2012

Sonnige Aussichten für Umwelt und Geldbeutel



Ob Parkanlagen, Freibäder oder Biergärten - im Sommer zieht es alle an die frische Luft. Denn mit warmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein lässt sich die schönste Zeit des Jahres in vollen Zügen genießen. Doch die Sonne hat auch andere Aufgaben, als uns gute Laune zu bescheren. Sie ist ein kostenloser Energiespender, der unter ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten eine immer wichtigere Rolle einnimmt. Wer Sonnenenergie nutzt, schont die Umwelt und spart Geld.

In den Sommermonaten kann fast der gesamte Wärmebedarf eines Ein- oder Zweifamilienhauses allein über eine Solaranlage abgedeckt werden. Die von den Solarkollektoren gesammelte Energie genügt, um die Warmwasserversorgung sicher zu stellen. Der Heizkessel kann meist komplett ausgeschaltet werden, so dass in dieser Zeit kein Heizöl verbraucht wird.

Um Solarenergie möglichst wirtschaftlich zu nutzen, muss die Kollektorfläche passend ausgelegt werden. Soll die Anlage lediglich für die Warmwasserbereitung sorgen, genügen bei einem Vier-Personen-Haushalt rund fünf Quadratmeter. Ist zusätzlich die Unterstützung der Heizung vorgesehen, werden in der Praxis häufig zwischen zehn und 15 Quadratmeter installiert.

Komplett durch Sonnenenergie ersetzen lässt sich die herkömmliche Heizung allerdings nicht. Denn die meiste Wärme wird in der Regel im Winter benötigt, wenn die Tage kurz sind und die Sonne sich rar macht. Zwar leistet eine Solaranlage dann immer noch einen Beitrag für die Beheizung der Räume, aber den gesamten Wärmebedarf kann sie allein nicht decken. Moderne Brennwertgeräte lassen sich sehr gut mit Solarthermie kombinieren. Sie liefern schnell und flexibel so viel Wärme, wie gerade zusätzlich benötigt wird. Durch die Lagerung des Energieträgers im eigenen Tank fallen im Gegensatz zu leitungsgebundenen Energien außerdem keine Grundgebühren an, wenn die Heizung im Sommer stillsteht.

Um Solarenergie auch dann zu nutzen, wenn gerade keine Sonne scheint, ist ein Wärmespeicher erforderlich. Er ist das eigentliche Kernstück der Anlage und bevorratet die gewonnene Wärme. Da der Speicher auch direkt an den Heizkessel angeschlossen ist, reagiert das System selbständig auf die aktuellen Bedingungen. Spielt das Wetter nicht mit, um allein mit Sonnenenergie die vorgegebene Mindesttemperatur im Speicher zu erreichen, schaltet sich automatisch der Heizkessel zur Unterstützung ein.

Berechnungen des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) zufolge stellt die Umrüstung von einer alten Heizung auf Solarenergie und Brennwerttechnik eine der effektivsten energetischen Sanierungsmaßnahmen dar. Die Investitionskosten hierfür liegen bei rund 22.000 Euro. Damit lassen sich bis zu 40 Prozent Energie einsparen. Die neue Heizung macht sich also in zehn bis 16 Jahren bezahlt. Zum Vergleich: Die Dämmung der Fassade amortisiert sich bei nahezu gleichen Kosten erst nach 19 bis 32 Jahren.

IWO, 2012

Heizung erneuern, Energie sparen, Prämie kassieren



Hausbesitzer, die jetzt ihre Heizung modernisieren, sparen nicht bloß eine Menge Energie. Sie können auch noch bis Ende 2013 eine Heizöl-Prämie kassieren. Bis zu 500 Liter Heizöl gibt es gratis, wenn eine neue Öl-Brennwertheizung mit einer Solaranlage eingebaut wird.

Drei von vier Hauseigentümern, die eine Modernisierung durchgeführt haben oder planen, geben laut einer Umfrage der Landesbausparkassen (LBS) die Senkung der Energiekosten als wichtigsten Grund an. Einleuchtend, denn schließlich macht sich diese Investition unmittelbar bezahlt. Bis zu 30 Prozent Energie lassen sich durch den Austausch einer veralteten Heizung gegen Brennwerttechnik auf einen Schlag einsparen. Wird zusätzlich eine Solaranlage eingebunden, sinkt der Energiebedarf noch weiter.

Alle Hausbesitzer, die sich jetzt für eine neue Öl-Brennwertheizung entscheiden, sparen nicht nur bei den Energiekosten ? sie bekommen sogar noch etwas dazu: Bis zu 500 Liter Heizöl gratis gibt es, wenn sie sich an der Modernisierungsaktion ?Deutschland macht Plus? beteiligen, die das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) gemeinsam mit namhaften Heizgeräteherstellern jetzt neu aufgelegt hat. Noch bis zum 31. Dezember 2013 gibt es für eine neue Ölheizung mit Brennwerttechnik und Solaranlage 500 Liter Heizöl. Ohne Solaranlage liegt die Prämie bei 350 Litern.

Alle Details sowie den Heizöl-Gutschein zum Download gibt es auf der Aktions-Website www.deutschland-macht-plus.de.

IWO, 2012

Modernisieren mit System



Wer es zuhause warm haben will, muss künftig tiefer in die Tasche greifen - den Eindruck haben zumindest immer mehr Haus- und Wohnungsbesitzer. Dabei lässt sich dieser Entwicklung aktiv entgegensteuern. Einmalige Investitionen in energetische Sanierungsmaßnahmen senken den Verbrauch und somit die Heizkosten. Die typischen Schwachstellen vieler älterer Wohnhäuser sind veraltete Heiztechnik und eine unzureichende Dämmung von Dach und Fassade. Auch durch ältere, schlecht isolierte Fenster und Außentüren geht Energie verloren.

Die komplette Modernisierung bringt natürlich die größten Einsparungen, ist für die meisten Eigentümer aber finanziell nicht zu stemmen. Gute Ergebnisse lassen sich allerdings auch mit Einzelmaßnahmen erreichen. Doch mit welchem Schritt sollte man beginnen? Oft wird empfohlen, zunächst den grundsätzlichen Wärmebedarf mithilfe einer wirksamen Dämmung der Gebäudehülle zu verringern und danach erst die Heizung zu erneuern. Das klingt logisch, ist aber nicht unbedingt sinnvoll, wie eine Auswertung mehrerer Gebäudesanierungen durch das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) belegt. Denn im Kosten-Nutzen-Verhältnis liegt die Heizungsmodernisierung ganz weit vorn.

Die Auswertung ergab, dass eine neue Öl-Brennwertheizung in Kombination mit einer Solaranlage den Energiebedarf um durchschnittlich 38 Prozent senkt. Der Kostenpunkt dieser Investition liegt bei rund 22.000 Euro. Zum Vergleich: für Dach- und Fassadendämmung müssen jeweils etwa 21.000 Euro in die Hand genommen werden, während die Einsparungen nur 14 beziehungsweise 18 Prozent betragen. Eine Dämmung der Kellerdecke schlägt zwar nur mit 4.000 Euro zu Buche, reduziert den Energiebedarf aber lediglich um acht Prozent. Durchschnittlich 17.000 Euro werden beim Austausch von Fenstern und Außentüren fällig, womit sich sieben Prozent einsparen lassen. Rechnerisch zahlen sich demzufolge, je nach Energiepreis, die Kellerdeckendämmung und der Einbau einer neuen Heizung am schnellsten aus. Letztere hat sich nach zehn bis 16 Jahren amortisiert.

Neben diesen wirtschaftlichen Aspekten gibt es aber auch physikalische Gründe, die für den Heizungsaustausch als erste Sanierungsmaßnahme sprechen. Denn wenn eine verbesserte Dämmung den Wärmebedarf des Hauses reduziert, sinkt die ohnehin niedrige Effizienz des veralteten Heizkessels noch weiter. Der Grund: das Heizgerät muss für das Gebäude weniger Nutzwärme bereitstellen. Trotzdem wird bauartbedingt bei alten Kesseln das Wasser auf einer konstant hohen Temperatur gehalten. Das sorgt für gleichbleibend hohe Kesseloberflächentemperaturen und daraus resultierende Wärmeverluste an den Heizungsraum. Die erzeugte Menge tatsächlich genutzter Wärme reduziert sich zwar durch die bessere Gebäudedämmung, die Verluste des Kessels bleiben aber etwa gleich. Folglich verringert sich seine Effizienz.

Moderne Brennwertgeräte hingegen passen ihre Kesselwassertemperatur automatisch und uneingeschränkt den Gegebenheiten an. Sie sind zudem sehr gut gedämmt. Sinkt der Wärmebedarf des Gebäudes, verringern sich die ohnehin geringen Wärmeverluste moderner Brennwertgeräte im gleichen Maße. Die Kesseleffizienz bleibt daher erhalten.

IWO, 2012

Energetische Sanierung mit Fördergeldern



Der Entschluss, das eigene Haus zu modernisieren oder zu sanieren, kann verschiedene Beweggründe haben - angefangen beim Um- oder Anbau aus Platzgründen über den Wunsch nach mehr Komfort bis hin zu dem Ziel, langfristig Energie zu sparen. Letzteres trifft laut einer Umfrage der Landesbausparkassen (LBS) am häufigsten zu. Drei von vier befragten Hauseigentümern, die eine Modernisierung durchgeführt haben oder planen, geben die Senkung der Energiekosten als wichtigsten Grund an. Das überrascht nicht, handelt es sich dabei schließlich um eine Investition, die sich unmittelbar bezahlt macht.

Wer sein Haus energetisch auf Vordermann bringen will, ist finanziell nicht auf sich allein gestellt. Staatliche Zuschüsse und Förderungen gibt es beispielsweise von der KfW-Förderbank oder vom Marktanreizprogramm (MAP) des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Was allerdings nur die Wenigsten wissen: es gibt auch Unterstützungsmöglichkeiten aus der Wirtschaft, die zusätzlich zu den staatlichen Programmen genutzt werden können.

Dazu zählt beispielsweise der Modernisierungswettbewerb "Aktion Energie-Gewinner" des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO). Hier hängt die Zuschusshöhe nicht von einer Vielzahl verschiedener Bestimmungen und Vorschriften ab, sondern richtet sich ausschließlich nach der erzielten Energieeinsparung. Je mehr gespart wird, desto höher fällt also die Unterstützung aus - insgesamt bis zu 50 Prozent der Investitionskosten. Damit sollen vor allem kosteneffiziente Sanierungen gefördert werden. Entscheidend ist, dass das Haus nach der Sanierung überwiegend ölbeheizt ist und dass mindestens ein Drittel Energie eingespart wird - egal ob durch eine Heizungserneuerung, die Einbindung regenerativer Energien oder eine Komplettsanierung.

Modernisierer können sich direkt bei IWO als "Energie-Gewinner" bewerben. Eine Fachjury wählt jedes Quartal eine begrenzte Anzahl vorbildlicher Projekte unter den Einsendungen aus. Die Aktion läuft noch bis Ende 2014. Details gibt es im Internet unter www.oelheizung.info/energiegewinner.

IWO, 2012

Sonnige Aussichten für Umwelt und Geldbeutel



Die Sonne sorgt nicht nur für gute Laune im Sommer, sondern auch für kostenlose Energie im Haus. Eine Solaranlage übernimmt große Teile der Warmwasserbereitung und unterstützt im Winter die Heizung.

Ob Parkanlagen, Freibäder oder Biergärten - im Sommer zieht es alle an die frische Luft. Denn mit warmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein lässt sich die schönste Zeit des Jahres in vollen Zügen genießen. Doch die Sonne hat auch andere Aufgaben, als uns gute Laune zu bescheren. Sie ist ein kostenloser Energiespender, der unter ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten eine immer wichtigere Rolle einnimmt. Wer Sonnenenergie nutzt, schont die Umwelt und spart Geld.

In den Sommermonaten kann fast der gesamte Wärmebedarf eines Ein- oder Zweifamilienhauses allein über eine Solaranlage abgedeckt werden. Die von den Solarkollektoren gesammelte Energie genügt, um die Warmwasserversorgung sicher zu stellen. Der Heizkessel kann meist komplett ausgeschaltet werden, so dass in dieser Zeit kein Heizöl verbraucht wird.

Um Solarenergie möglichst wirtschaftlich zu nutzen, muss die Kollektorfläche passend ausgelegt werden. Soll die Anlage lediglich für die Warmwasserbereitung sorgen, genügen bei einem Vier-Personen-Haushalt rund fünf Quadratmeter. Ist zusätzlich die Unterstützung der Heizung vorgesehen, werden in der Praxis häufig zwischen zehn und 15 Quadratmeter installiert.

Komplett durch Sonnenenergie ersetzen lässt sich die herkömmliche Heizung allerdings nicht. Denn die meiste Wärme wird in der Regel im Winter benötigt, wenn die Tage kurz sind und die Sonne sich rar macht. Zwar leistet eine Solaranlage dann immer noch einen Beitrag für die Beheizung der Räume, aber den gesamten Wärmebedarf kann sie allein nicht decken. Moderne Brennwertgeräte lassen sich sehr gut mit Solarthermie kombinieren. Sie liefern schnell und flexibel so viel Wärme, wie gerade zusätzlich benötigt wird. Durch die Lagerung des Energieträgers im eigenen Tank fallen im Gegensatz zu leitungsgebundenen Energien außerdem keine Grundgebühren an, wenn die Heizung im Sommer stillsteht.

Um Solarenergie auch dann zu nutzen, wenn gerade keine Sonne scheint, ist ein Wärmespeicher erforderlich. Er ist das eigentliche Kernstück der Anlage und bevorratet die gewonnene Wärme. Da der Speicher auch direkt an den Heizkessel angeschlossen ist, reagiert das System selbständig auf die aktuellen Bedingungen. Spielt das Wetter nicht mit, um allein mit Sonnenenergie die vorgegebene Mindesttemperatur im Speicher zu erreichen, schaltet sich automatisch der Heizkessel zur Unterstützung ein.

Berechnungen des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) zufolge stellt die Umrüstung von einer alten Heizung auf Solarenergie und Brennwerttechnik eine der effektivsten energetischen Sanierungsmaßnahmen dar. Die Investitionskosten hierfür liegen bei rund 22.000 Euro. Damit lassen sich bis zu 40 Prozent Energie einsparen. Die neue Heizung macht sich also in zehn bis 16 Jahren bezahlt. Zum Vergleich: Die Dämmung der Fassade amortisiert sich bei nahezu gleichen Kosten erst nach 19 bis 32 Jahren.

IWO, 2012

Alte Heizkessel verschwenden Geld und Energie



Ein Zweifamilienhaus in Kaiserslautern wurde für 140.000 Euro energetisch saniert, wodurch das Haus jetzt Neubau-Niveau erreicht. Ein Drittel der Summe stammte aus Förderprogrammen wie der IWO-Aktion "Energie-Gewinner".

Über 5.000 Euro Heizölkosten im Jahr - das war einfach zu viel für Familie Henrich aus Kaiserslautern. Um den Energieverbrauch in ihrem fast 40 Jahre alten Zweifamilienhaus zu senken, fasste sie einen Fensteraustausch und eine Heizungserneuerung ins Auge. Eine umfassende Beratung durch einen Fachplaner führte aber schließlich zu der Entscheidung für eine energetische Komplettsanierung.

Die gesamten Modernisierungsarbeiten dauerten nur fünf Monate und sorgten dafür, dass der Heizölbedarf um ganze 73 Prozent sank. Ein modernes Öl-Brennwertgerät ersetzte den alten Niedertemperaturkessel und teilweise wurden neue Plattenheizkörper eingebaut. Zur Heizungsunterstützung und Wassererwärmung montierten Fachhandwerker eine Solaranlage von knapp 14 Quadratmetern auf dem Dach. Ein zentraler Wärmespeicher im Keller nimmt die Wärme auf, die von den Solarkollektoren und der Ölheizung bereitgestellt wird, und speist sie bei Bedarf in den Heizkreislauf ein.

Damit die Wärme auch im Haus bleibt, packte man die bisher ungedämmten Außenwände in ein 16 cm starkes Wärmedämmverbundsystem ein und überzog die Kellerdecke mit 10 cm dicken Polystyrolplatten. Das Dach wurde komplett neu gedeckt und ebenfalls mit einer neuen Dämmung versehen. Darüber hinaus ließ die Familie das Dachgeschoss umbauen, so dass sich der Wohnraum zugunsten einer großen Dachterrasse verkleinerte. Neue Fenster und Außentüren verhindern Wärmeverluste an diesen ehemals kritischen Stellen der Gebäudehülle.

Die umfangreichen Arbeiten zur Verbesserung der Energiebilanz nutzten die Eigentümer, um das Haus gleichzeitig auch optisch aufzuwerten. Weißer und grauer Putz an den Fassaden sorgt nun für ein modernes Aussehen. Durch den Umbau des Dachgeschosses erhielt der Baukörper eine völlig neue Form, die zeitgemäße Architektur ausstrahlt und kaum noch erkennen lässt, dass das Haus bereits 38 Jahre alt ist.

Mit der Entscheidung, nicht nur Fenster und Heizung zu erneuern, sondern komplett zu sanieren, ist Familie Henrich im Nachhinein sehr zufrieden. "Wir verbrauchen so gut wie kein Öl mehr und fühlen uns deutlich wohler als früher", fasst der Bauherr zusammen. Ausschlaggebend für den Entschluss waren nicht nur das enorme Sparpotenzial, sondern auch die zahlreichen Fördermöglichkeiten.

IWO, 2012

Alte Heizkessel verschwenden Geld und Energie



Funktioniert die Heizung, besteht kein Sanierungsbedarf - so die verbreitete Ansicht unter deutschen Hausbesitzern. Dabei vergeuden störungsfrei laufende Altanlagen häufig sehr viel Energie.

Eine Erneuerung der alten Heizungsanlage spart Energie und Geld. Das scheinen die meisten Wohneigentümer auch zu wissen. Laut einer aktuellen Emnid-Umfrage unter 1.000 Hausbesitzern in ganz Deutschland versprechen sich von einer entsprechenden Modernisierung 94 Prozent eine langfristige Heizkostensenkung. Dennoch geben mit 87 Prozent fast genau so viele an, keinen Grund für eine Sanierung zu sehen, da die alte Anlage noch verlässlich ihren Dienst verrichtet.

Dieser Widerspruch zeigt, dass sich die Mehrheit der Hausbesitzer nicht über den Energiehunger einer veralteten Heizung im Klaren ist. Eine Anlage, die störungsfrei läuft, ist nicht zwangsläufig besonders leistungsfähig. Auch die regelmäßigen Messungen des Schornsteinfegers sagen nichts über die Energieeffizienz aus. Einen besseren Anhaltspunkt bietet beispielsweise das Alter des Heizkessels. So entsprechen praktisch alle vor 1985 installierten Kessel bei weitem nicht mehr dem Stand der Technik und sollten nach der Meinung der Fachleute des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) dringend ausgetauscht werden. Auch Anlagen, die noch mit konstanter Vor- und Rücklauftemperatur arbeiten, gelten als Energieverschwender. Ebenfalls bedenklich ist es, wenn im Heizraum im Winter über 20 °C herrschen. Denn solche Temperaturen entstehen, wenn der Kessel zu viel Wärme abstrahlt.

Die deutlichste Sprache sprechen die Zahlen: Bei einer alten Ölheizung gehen ungefähr 32 Prozent der erzeugten Energie durch Abgase, Oberflächenstrahlung und Auskühlung bei Stillstand verloren. Was das kostet, haben Heizgerätehersteller in bare Münze umgerechnet, und zwar unabhängig vom jeweiligen Heizöl- oder Gaspreis. Um für 100 Euro zu heizen, müssen demnach 147 Euro in eine alte Heizung gesteckt werden. Moderne Brennwertgeräte können diesen Schwund nahezu vollständig auffangen. Das liegt unter anderem an der ausgeklügelten Technik, welche die im Abgas enthaltene Energie für Heizzwecke nutzt. Dadurch wird die Energie, die im Heizöl steckt, fast vollständig in Wärme umgewandelt.

Wer anstatt eines Standardkessels einen nicht zu alten Niedertemperaturkessel betreibt, kann die Verluste durch regelmäßige Wartung und einen hydraulischen Abgleich in Grenzen halten. Im Vergleich zum Brennwertgerät gehen dann aber immer noch etwa 10 Prozent der erzeugten Wärme verloren. Um die am besten geeignete Lösung zu finden, empfiehlt sich in jedem Fall ein Beratungstermin mit dem Fachhandwerker.

IWO, 2012

Besuch vom Schornsteinfegern



Wie oft muss der Schornsteinfeger die Ölheizung überprüfen? Je nach Alter der Anlage, installierter Technik und verwendetem Heizöl unterscheiden sich die gesetzlich vorgeschriebenen Fristen.

Egal ob Öl, Gas oder Holzpellets ? wer heizt, bekommt automatisch regelmäßig Besuch vom Schornsteinfeger. Denn der Gesetzgeber schreibt vor, dass in bestimmten Abständen die Heizungsanlage und Abgaswege überprüft sowie letztere gegebenenfalls gereinigt werden müssen. Wie oft der ?Handwerker in Schwarz? vor der Tür steht, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Eine Sicherheitsprüfung, wie sie in der Kehr- und Überprüfungsordnung festgelegt ist, wird entweder jährlich oder alle zwei Jahre durchgeführt. Welcher Zeitraum zutrifft, hängt von Technik und verwendeter Heizölsorte ab ? das Alter der Anlage spielt keine Rolle. Mit einem Brennwertgerät und einem Tank, dessen Inhalt mindestens zur Hälfte aus schwefelarmem Heizöl besteht, genügt eine Prüfung alle zwei Jahre. Als Nachweis für den Tankinhalt dient die Heizölrechnung oder der Lieferschein. Wer noch einen Standard- oder Niedertemperaturkessel betreibt, muss zwei Bedingungen erfüllen, damit der Schornsteinfeger nur alle zwei Jahre zur Sicherheitsprüfung kommt: Die Anlage muss raumluftunabhängig und mit schwefelarmem Heizöl betrieben werden. Trifft nur eines von beiden nicht zu, ist ein jährlicher Check notwendig.

Bei den Abständen zwischen jeder Emissionsmessung, bei der Staub- und Schadstoffausstoß ermittelt werden, ist nur das Alter der Heizungsanlage ausschlaggebend. Ist der Kessel älter als zwölf Jahre, ist alle zwei Jahre eine Kontrolle erforderlich. Für neuere Anlagen verlängert sich der Turnus auf drei Jahre ? unabhängig davon, ob es sich beim Ölkessel um Brennwert-, Standard- oder Niedertemperaturtechnik handelt. Rechtsgrundlage für diese Messung ist die Bundes-Immissionsschutzverordnung.

Eine absolut einheitliche Frist gibt es hingegen bei der sogenannten Feuerstättenschau, bei welcher der Schornsteinfeger die Heizungsanlage auf etwaige Mängel und Verschleißerscheinungen überprüft. Sie ist alle fünf Jahre fällig und dient vor allem dem Brandschutz.



IWO, 2012